Ausgereift und
zuverlässig Sprimag nutzt seit Anfang des Jahres
die ERP-Lösung Frida von Command. Für den Mittelständler
war Zuverlässigkeit wichtig.
Das Innenleben einer
Getränkedose besteht nicht nur aus einer
durstlöschenden Flüssigkeit – sondern auch
aus einer Innenbeschichtung. Die Firma Sprimag
Spritzmaschinenbau entwickelt und baut Anlagen und
Maschinen, die beispielsweise das Innere von Cola-Dosen
oder Senftuben beschichten. Bei der Konstruktion und
Planung solcher automatischen Anlagen vertraut Sprimag
seit Januar diesen Jahres auf Frida, eine Software zum
Enterprise Resource Planning (ERP) von Command. Frida
ist aber nicht nur in der Produktionshalle des
mittelständischen Unternehmens zu Hause. Die
ERP-Software im Release 5.1 erledigt auch Aufgaben in
den Bereichen Angebotserstellung, Auslieferung,
Vertriebsabwicklung, Beschaffung, Finanzbuchhaltung und
Kapazitätsplanung.
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Franz Willig von
Sprimag schätzt die ausgereifte
Zuverlässigkeit des ERP-Systems Frida von
Command.
Foto:Busch |
Bis es so weit war, musste sich die
ERP-Software allerdings gegen namhafte Konkurrenten
behaupten. Franz Willig, Geschäftsleitung Administration
bei Sprimag, hatte Ende 1998 neben Command noch vier
ERP-Anbieter in der engeren Auswahl: Baan, Brain, Infor
und SAP. Nach den jeweils eintägigen Präsentationen
dieser Kandidaten entschieden sich die
Sprimag-Verantwortlichen für die ERP-Lösung mit dem
ungewöhnlichsten Namen: Frida von Command. Diesen Namen
verdankt die Software übrigens dem ursprünglichen Ansatz
der Lösung. Frida sollte nämlich eine »von der
Fertigung bis zum Rechnungswesen integrierte
Datenbankanwendung« sein. Wer aus dieser Wort-folge die
richtigen Buchstaben in der richtigen Reihenfolge
zusammensetzt, kommt auf Frida.
Sprimag wählte die Command-Lösung
aber nicht wegen des schönen Namens, sondern weil »wir
eine Software wollten, die zu uns passt, die über die
notwendige Funktionalität verfügt und ausgereift ist«,
erklärt Willig. Zudem sei auch die Zuverlässigkeit der
AS/400-Rechner von IBM, auf denen Frida läuft, ein
wichtiger Faktor für den Mittelständler aus dem
schwäbischen Kirchheim unter Teck gewesen.
Insgesamt beschäftigt Sprimag 170
Mitarbeiter, 100 davon nutzen die Frida-Software. Der
Jahresumsatz des 1925 gegründeten Unternehmens beträgt
55 Millionen Mark. Sprimag hat Niederlassungen in
Brasilien, Frankreich und den USA. Die amerikanische
Filiale in Cincinnati soll im nächsten Jahr an das
Frida-System angeschlossen werden. Vorher will Willig
aber noch auf das neueste Release 5.2 umsteigen. Dieser
Schritt ist für das erste Quartal 2001
geplant.
Seitdem Frida 5.1 im Januar in das
Unternehmen kam, hat Willig festgestellt, dass im ganzen
Betrieb Zeit gespart wird und Prozesse vereinfacht
werden. Deshalb könnten die Kollegen ihre Arbeitszeit
jetzt sinnvoller nutzen. Nur
| PLUS und
MINUS |
| Frida |
| + |
große Zuverlässigkeit
|
| + |
hohe
Funktionalität
|
| - |
Zusatzprogrammierungen waren
nötig
|
| - |
nicht das modernste
System | | ein
Beispiel: Laut Willig wurden bis Ende 1999 Adressdaten
in drei verschiedenen Systemen verwaltet. Nicht einmal
ein Abgleich war zwischen den Anwendungen möglich. Das
hat sich dank Frida geändert. »Vorher hatten wir viele
Einzelsysteme mit vielen Schnittstellen. Jetzt haben wir
eine integrierte Datenlandschaft«, stellt der
IT-Verantwortliche zufrieden fest.
Diese Erfolge gab es allerdings nicht
ohne anfängliche Probleme. So musste Command für die
besonderen Anforderungen des Auftragsfertigers Sprimag
einige Erweiterungen programmieren, da Frida eher für
Serienfertiger konzipiert war. Die Kosten für diese
Zusatzleistung wurden von Command und Sprimag
geteilt.
Die Entscheidung von Sprimag zu
Gunsten der Command-Lösung sieht Willig aber durchaus
differenziert: »Aus Firmensicht war die Wahl völlig
richtig. Für mich als Informatiker wäre eine flexiblere
Datestruktur aber sicher interessanter gewesen«, gibt
der IT-Verantwortliche unumwunden zu. Schließlich sei
Frida im Grunde genommen ein ERP-Dinosaurier, allerdings
einer, der laut Willig zuverlässig funktioniert. »Wir
schätzen die Funktionalität und Zuverlässigkeit von
Frida. Kleinigkeiten könnten immer besser sein. Aber
Probleme gibt es in jeder Anwendung – egal von welchem
Hersteller.« Willig weiß wovon er spricht. Er war vor
seiner Zeit bei Sprimag jahrelang als
Unternehmensberater tätig. »Von daher ist mir bewusst,
dass nicht alles realisierbar ist. Ein absolutes Loch
hat Frida aber nirgends.«
ow |