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Vortrag: Expressionismus (Note: 12 Punkte)

Was ist Expressionismus?

Impressionismus

 

Politische Situation :

Þ anfängl. Kriegsbegeisterung wich schnell dem Erschrecken über das bislang

unbekannte Grauen

Þ Umorientierung im Bewußtsein der Menschen

Þ Monarchie wurde von Republik abgelöst

Þ alte Werte erwiesen sich als überholt

Þ verschiedene Putsche (Kapp- und Hitlerputsch), polit. Morde bestimmten polit.

Leben der Krisenjahre bis 1923

Þ polit. Unsicherheit und wirtschaftl. Ungewißheit machte es der Bevölkerung

schwer die neue Staatsform nach demokratischen Mustern mitzugestalten

 

Vertreter:

1)Lyrik:

 

Die Lyrik des E. ist vom Naturalismus und vom Impressionismus beeinflußt. Auch knüpfte man an den Sturm und Drang an, indem das Gefühl betont und über den Verstand gestellt wurde.

 

2)Drama:

 

Im Drama glaubt man die Gegensätze, die man im Dasein erblickte, bestmöglich darstellen zu können. Mit der Abkehr von Realismus und Naturalismus erfolgte auch eine Abkehr vom bis dahin gepflegten Bühnenrealismus, was bedeutete, daß die Autoren meist keine individuellen Figuren mehr auf die Bühne brachten, sondern modellhaft nur Typen zeigten, die die Stoffe transportieren sollte. Das expressionist. Drama gilt als Vorläufer des polit. Thesenstücks, wie auch des epischen und absurden Theaters.

 

3)Erzählprosa /Epik:

 

Lyrik und Drama waren die am meisten gepflegten Gattungen des E. , die Epik trat demgegenüber in den Hintergrund. Lediglich Novellen und Erzählungen, also kleinere Formen, entstanden, denn sie entsprachen neben der Lyrik am ehesten der Schnellebigkeit jener Zeit.

 

Expressionisten übten Kritik an :

 

Themen der Expressionisten :

Großbürgertum Þ durften studieren), kritisierten ihre eigene Schicht (Hoddis)

 

 

Die Literatur des Expressionismus

 

Naturalismus, Impressionismus, Symbolismus und auch Expressionismus sind Versuche der Reaktion auf eine sich ständig verändernde Gesellschaft, Umwelt und Politik. Das Dasein wurde um 1900 als zunehmend gefährdet empfunden, die Expressionisten sahen das Leben als verlogen und sinnlos an. In der Kunst versuchten sie, diese Existenzängste wenn nicht zu bewältigen, dann wenigstens zu benennen oder darzustellen. Die Autoren bedienten sich eines leidenschaftlichen Pathos (‘expressionistischer Schrei’), um ihren Vorstellungen von einem menschenwürdigen Dasein und einer neuen Brüderlichkeit unter den Menschen Ausdruck zu verleihen. Dabei verstanden sich die Expressionisten aber als Antipoden zu den Impressionisten und Symbolisten. Die Expressionisten gaben sich nicht mit der Darstellung der Wirklichkeit zufrieden - sie wollten die Realität verändern, die Wirklichkeit ihrem Ideal anpassen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von ‘Aktivismus’. Tradierte literarische Gesichtspunkte greifen nicht mehr, will man diese Richtung des Expressionismus verstehen. Formal-ästhetische Aspekte treten zugunsten von Satire und Polemik in den Hintergrund. Das Ziel des Aktivismus war die Befreiung des Menschen von den Zwängen der Maschinenwelt und des modernen Kapitalismus: zu diesem Zweck sollten neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen, das den Menschen umgebende Milieu verändert werden. Intensität und Simultaneität waren die Schlagworte jener Zeit.

Der Expressionismus war eine literarische Revolution, aber er beschränkte sich nicht auf Stil- und Formprobleme. Die Aufbruchstimmung der Expressionisten um 1910 wurzelte in einer Protestbewegung dieser Zeit, die abgewirtschaftet hatte.

Die Expressionisten finden die Wahrheit nicht mehr in naiven Wirklichkeitskopien des Naturalismus noch in den Augenblicksimpressionen des Impressionismus. Die Wirklichkeit gilt als Kulisse, die Wahrheit liegt hinter den Dingen. Kunst geschieht "nicht von außen nach innen, sondern von innen nach außen" (Kurt Pinthus). Die Wahrheit wird vom Dichter "innerlich geschaut" sie gibt sich ihre eigene Form unter souveräner Mißachtung aller Konventionen: "Die Dichtung kann auf Grammatik grundsätzlich keine Rücksicht nehmen" (Lothar Schreyer) Worthäufungen, Verzicht auf Füllwörter und kühne alogische Sprachbilder dienen der neuen Ästhetik, die Ausdruck, "Expression" fordert, und nicht mehr Schönheit.

 

Erste Phase

 

Neben dem Krieg thematisierten die expressionistischen Dichter vor allem in der Frühphase auch den Generationskonflikt (Vater-Sohn-Problematik), die Auflehnung gegen die väterliche wie auch in einem erweiterten sinne gegen die staatliche Autorität. In dem Maße wie dieses Thema literaturfähig gemacht wurde, schockierte es auch.

Die bevorzugte Gattung dieser ersten Phase war die Lyrik. In Gedichten wurde die Sinnentleertheit des Daseins besonders deutlich artikuliert, z.B. Georg Heym , der die Großstadt als dämonisch, als das Individuum bedrohend darstellt. Auch die Schrecken des Krieges zeigt er in apokalyptischen Bildern.

 

Zweite Phase

 

In der zweiten Phase des Expressionismus, deren Beginn mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 zusammenfällt, setzen sich die Autoren verstärkt mit dem Krieg und seinen Folgen auseinander. Sie klagten in ihren Werken menschliche Wahrhaftigkeit ein und versuchten, die Welt mit Hilfe der Literatur zu verbessern. Beschworen wurden nun Pazifismus, eine neue Brüderlichkeit und - vor allem von den jüdischen Dichtern - der Gedanke des Opfers. Andere Autoren öffneten sich einer konkreten Gesellschaftskritik. Der Expressionismus wurde zur Dichtung des Ersten Weltkrieges, wie der Barock die Kunst des Dreißigjährigen Krieges gewesen war.

Der Expressionismus bezog nun eine klare Gegenposition zu allen Entwicklungen, die die Autoren für die Entfremdung des Menschen verantwortlich machten: Militarismus und Kapitalismus, Mechanisierung und Industrialisierung.

 

Literarisches Leben: Massenkultur und Kino

 

Berlin war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts das herausragende kulturelle Zentrum in Deutschland. Hier befanden sich die großen Verlagshäuser, auch der Hauptsitz des Hugenberg-Imperiums, die modernsten Lichtspielhäuser, die das neue Medium Film darboten, und hier lebten auch viele der jungen, progressiv gesinnten Autoren. Auch sie waren vom Film beeinflußt, sei es, daß sie Szenen schreiben wollten, sei es, daß sie in ihre literarischen Werke Stilmittel aufnahmen, die sie aus der Welt des Filmes entliehen.

Die Exoressionisten, und zwar Maler, Graphiker und dichter in enger Zusammenarbeit wie in keiner anderen Stilepoche, sammelten sich um Zeitschriften: Seit 1910 erschienen in Berlin "Die Aktion" und "Der Sturm".